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Jahresrückblick 2025

Liebe Pilzfreunde, das Jahr neigt sich dem Ende zu und mit Dankbarkeit und Freude blicken wir zurück auf die schönen Seminarabende und Exkursionen, die wir gemeinsam erleben durften. Bei unserem ersten Seminarabend im Januar bewegten uns Prüfungsfragen und schnell wurde klar, wie umfangreich das Hintergrundwissen mehr…

Regelmäßige Veranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen

Pilz-Exkursionen Jeden Monat laden wir zu fachkundig geführten Pilzexkursionen im Raum Aachen–Jülich–Düren und in der Nordeifel ein. Die Touren finden in der Regel an einem Nachmittag des dritten Wochenendes statt und bieten eine gute Gelegenheit, heimische Pilze kennenzulernen und gemeinsam zu bestimmen. Wenn Sie teilnehmen mehr…

Jahresrückblick 2024

Jahresrückblick 2024

Liebe Pilzfreunde, liebe Mitglieder des Fördervereins und der AG,

das Jahr rundet sich nun dem Ende zu und wir blicken dankbar zurück auf die vielfältigen Begegnungen mit der geheimnisvollen Welt der „Fadenwesen“. Mal war es ein tiefer moosiger Wald, mal eine Wiese oder auch ein weitläufiger Park, der unsere Aufmerksamkeit und Hoffnung erweckte. Jeder Ort zeigte uns andere Pilze und manches Mal stand neben den Pilzen auch die nicht minder interessante Pflanzenwelt im Mittelpunkt.

Im Januar war der Aachener Wald unser Ziel. Bei recht eisigen Temperaturen zeigten sich nur wenige Arten, Als Seminarthema wurden uns von Robert Mohl die geheimen Beziehungen von Pilzen und Bäumen online präsentiert.

Im Februar ging es nach Jülich zum Forschungszentrum. Bald 40 Arten konnten gefunden werde. Die Hauptperson war der wunderschöne Scharlachrote Prachtbecherling. Das Seminar fiel dem Karneval zum Opfer.

Den Merzenicher Erbwald suchten wir im März auf. Neben 21 Pilzen war es der spektakuläre Blick in den Hambacher Tagebau, der erfreute. Jahreszeitlich passend ging es im Seminar um Morcheln und Lorcheln, die im Detail doch gar nicht so leicht auseinander zu halten sind.

Bei recht kühlem und regnerischem Wetter ging es im April zur Tevener Heide. In der herrlichen Landschaft mit weiten Blicken und geheimnisvollen feuchten Tiefen zeigten sich gerade mal 14 Pilze. Wunderschön war der Sonnentau, der in großen Mengen dort zu sehen war. „Was Verraten uns die Sporen“ war Thema des Seminars. Schnell wurde klar, dass eine mikroskopische Untersuchung nicht nur sehr hilfreich, sondern auch unabdingbar für die Artbestimmung ist.

Am Schlangenberg in Breinig trafen wir uns im Mai. Das Wetter war uns hold, und neben 27 Pilzarten konnten wir interessante Pflanzen und auch einige Vögel antreffen. Interessant war, dass schon Wulstlinge zu finden waren. Es war eine besonders schöne Exkursion in dieser wunderschönen Gegend! Das Seminarthema war „Doppelgänger“.

Der Juni führte uns zur Wasseraufbereitungsanlage nach Roetgen. Die Stinkmorchel stand im Mittelpunkt von 59 Arten und Thema des Seminars waren die Gattung der Champignons.

Im Juli fuhr der Vorstand privat in den Harz, dem Lockruf des Königsfliegenpilzes folgend! Da nun ein großer Grill angeschafft werden konnte, gab es neben einem neu strukturierten Vortrag über Röhrlinge, ein feines Sommerfest mit exzellenten Weinen und feinsten Grillfreuden. Schön war’s!!

Den Spitzgebuckelten Raukopf suchten wir im August in Lammersdorf auf. Bei allen Exkursionen war uns die Sichtung und Bestimmung und von Giftpilzen besonders wichtig, da es absolut notwendig ist die Giftpilze sehr gut zu kennen und als Doppelgänger von Speisepilzen auszuschließen. Das konnte hier bestens geübt werden. 26 Arten, darunter auch der bemerkenswerte Nadelwaldröhrling, wurden gefunden, Danach ging es noch zu einer schönen Wanderung ins Brack Venn. Hier kamen weitere 25 Arten dazu. Thema des Seminares waren die Riesenschirmlinge.

Der September brachte zumindest einige Speispilze. Entlang des Weserbachs ging es in großer Runde den Bach entlang zu Steinpilzen und Pfifferlingen. Auch wenn nicht alle Körbe voll wurden, konnte doch einiges gefunden werden. 62 Arten gab es zu entdecken. Thema des Seminars war die Gattung der Wulstlinge.

Im Oktober standen die Speisepilze im Mittelpunkt. Der Wald um Ternell mit seinen großen Fichtenbeständen war ein Garant für Röhrlinge. Die konnten auch gut gefunden werden. Über 60 Pilzarten kamen auf die Liste. Das Seminar war nach langer Zeit einmal wieder in Niederzier. Das schwierige Thema „Gattungsmerkmale“ wurde angefangen.

Schon am 1. November trafen wir uns am Blausteinsee. Ca. 40 Arten wurden gefunden. Darunter der herrlich duftende Kokosmilchling und der Beringte Erdritterling. Speisepilze machten sich dagegen rar und manches Körbchen blieb leer. Einige Pilze dieser Exkursion konnten nicht abschließend bestimmt werden. Auch das war eine wichtige Erfahrung. Gattungsmerkmale Teil 2 war Thema des Seminarabends. Robert zeigte anhand vieler Beispiele, wie die Einteilung der Pilze klappen kann und wie hilfreich auch hier das Mikroskop ist. To be continued.

Im Dezember stand das „Pilzkörbchen des Weihnachtsmannes“ im Mittelpunkt. Bei einem feinen Büffet konnten Doppelgänger gesucht und gefunden werden, und wer Glück hatte, wurde zum Experten. Aus terminlichen Gründen in der Vorweihnachtszeit fiel die Dezemberexkursion.

Viele Interessierte konnten in diesem Jahr mit uns die Pilze entdecken, und es hat uns große Freude bereitet, Euch einen Einblick in diese großartige Welt zu ermöglichen.

Wir freuen uns auf das neue Jahr, auf Euch und auf die fleißigen Pilze!
Wir wünschen ein friedliches Jahr 2025!

Pilzexkursion am 22.10.2024

Pilzexkursion am 22.10.2024

Am vergangenen Sonntag begaben wir uns auf die Herbst-Exkursion in den Hürtgenwald. Durch die schöne Pilzausstellung des Wochenendes zuvor wurden neue pilzbegeisterte Menschen angelockt, so dass diese Exkursion größer war als üblich. Unter der sachkundigen Führung von Robert Mohl, unserem frischgebackenen Pilzsachverständigen, sowie weiteren erfahrenen mehr…

Neuer Pilzsachverständiger der Region

Seit vergangenem Wochenende haben wir mit Robert Mohl einen weiteren Pilzsachverständigen in der Region. Wir gratulieren Robert von ganz herzlich und sind sehr glücklich, in der Region Aachen-Düren-Nordeifel, die so herrliche Pilzgründe beheimatet, endlich einen weiteren Pilzsachverständigen zu haben.

Pilz des Jahres 2024

Pilz des Jahres 2024

Der Schopf-Tintling (Coprinus comatus, auch Spargelpilz) wurde zum Pilz des Jahres 2024 gewählt. Der Schopf-Tintling ist ein leicht zu erkennender und beliebter Speisepilz. Von anderen Pilzen oder gar Tintlingen ist er relativ leicht zu unterscheiden. Der charakteristische weiße Schopf junger Exemplare gab dem Pilz seinen Namen. Mittlerweile wird der Schopftintlingen zu den Champignonverwandten (Agaricaceae) zugerechnet, wie DNA-Analysen ergaben.

Sein rein weißes Hutfleisch wird wegen des delikaten Geschmacks geschätzt, aber der Schopf-Tintling bietet auch gesundheitliche Vorteile. So wird er in der fernöstlichen Heilkunde bei hohem Blutzuckerspiegel und zur Förderung der Verdauung eingesetzt. Man sagt ihm auch eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem und eine hemmende auf Tumoren zu.

Allerdings verdirbt er schnell und sollte nur in frischem und weißem Zustand verzehrt werden. Hut und Lamellen verfärben sich innerhalb weniger Stunden rosa und dann schwarz und zerfließen zu einer tintenartigen Flüssigkeit, die in früheren Zeiten sogar als solche benutzt wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pilzen, die hohen Nährstoffgehalt im Boden – zum Beispiel durch Stickstoffeintrag durch intensive Landwirtschaft – meiden und zunehmend seltener dort auftreten, gedeiht der Schopf-Tintling in stickstoffreichen Umgebungen gut und tritt sogar häufig auf gestörtem Untergrund auf. Er erscheint nach Regenperioden zwischen Mai und November. Dann wächst er an Wiesen und Wegrändern und tritt selbst aus Asphaltrissen oder Betonspalten hervor.

Eine faszinierende Eigenschaft des Schopf-Tintlings ist seine Fähigkeit, lebende Beute zu fangen und zu verdauen, ähnlich wie fleischfressende Pflanzen: im Boden lebende Fadenwürmer werden von ihm betäubt und verdaut.

Rückblick auf die diesjährige Pilzausstellung

Rückblick auf die diesjährige Pilzausstellung

Unsere diesjährige Pilzausstellung war ein großer Erfolg und bot den Besuchern eine beeindruckende Vielfalt von über 200 frischen Exponaten. Die Präsentation der Pilze war dabei besonders ansprechend, da sie angelehnt an ihr natürliches Habitat erfolgte. Dies verlieh der Ausstellung eine besonders natürliche und einladende Atmosphäre. mehr…

Pilzausstellung 2023

Pilzausstellung 2023

Auf der diesjährigen Pilzausstellung am 14. und 15. Oktober in der Freien Waldorfschule Aachen wird es viele frische Exponate nach Themen zu bewundern geben. Darüber hinaus gibt es die Gelegenheit zur Pilzberatung und -bestimmung.

Exkursion am 23.04.2023

Exkursion am 23.04.2023

Eben noch an der lauten Straße stehend, umschloss uns nach wenigen Metern ein dunkler Nadelwald, der uns recht steil herunter in den Auenwald der Inde führte. Hier angekommen zeigten Flechten an den Bäumen, abgebrochene Baumstümpfe und der aufgeweichte Boden, dass es hier feucht und sumpfig ist. Nach wenigen Metern konnten wir einen Weg nahe am Flussbett einschlagen, der uns in einen wahren Märchen- und Feen-Wald entführte. Entlang des sich schlängelnden Wassers mit steilen Prallhängen, die das Erdreich abnagten und sanften Gleithängen, die zum Lagern einluden, führte der schmale Pfad. Manch einer schwärmte von Picknick und Sommer und verjagte zumindest in Gedanken die trüben Wolken und das leise Nieseln.

Die ersten Pilze wurden gesichtet: Schwefelköpfe und Trameten, übliche Kandidaten für diese Jahreszeit. Der Rotrandige Baumschwamm in allen Graden der Entwicklung war natürlich auch vorhanden und weitere Baumpilze. Selbstverständlich war die Fichtenzapfenkonidie dabei und auch das Ilex-Deckelbecherchen. Ohne sie geht keine Exkursion!

Borstiger Kotling
LASIOBOLUS PAPILLATUS
Borstiger Kotling LASIOBOLUS PAPILLATUS

Auf Dung und unter liegenden Baumstämmen wurde fleißig gesucht und ganz kleine, zarte Becherchen zeigten sich der Kamera und dann dem interessierten Publikum. Auf Pferdemist fand sich der winzige Pferdemisttintling und der Borstige Kotling. Selbst auf dem Lebermoos fand sich ein Pilz, der Blaue Lebermoosbecherling. Eine eigene Pilzwelt tat sich auf, die – zumindest beim Dung – auch körperlichen Einsatz forderte…

Pferdemist-Tintling
COPRINOPSIS RADIATA
Pferdemist-Tintling COPRINOPSIS RADIATA

Dank des gemütlichen Tempos konnte jeder gut mithalten und sich seine Funde bestimmen lassen. Vor allem Robert, aber auch einige andere, gaben den Fruchtkörpern einen Namen und immer wieder war die Freude groß, wenn eine Art endlich richtig erkannt wurde. 39 Arten wurden gesichtet. Für einen April eine gute Zahl.

Zurück am Ausgangspunkt wurden noch Bärlauch, Honig und Erdbeerpflanzen geteilt und zufrieden über einen schönen Nachmittag unter Pilzfreunden, ging es zurück nach Hause.

Seminarabend am 14.04.2023

Seminarabend am 14.04.2023

Die wichtigsten Giftpilze Der Versuch, das überwältigend große Reich der Pilze einzuteilen, führte und führt immer noch zu zahlreichen Fragen: Egal wie die Eigenschaften zugeteilt werden, immer tanzt mindesten einer aus der Reihe oder es ergeben sich grundsätzliche Fragen. Die Einteilung nach der Gestalt, also mehr…